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Blade 300 CFX BNF - Erfahrungsbericht

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Spezifikation

Komponenten

Features

Mit dem Blade 300 CFX gibt es jetzt die Festigkeit von Carbon und die Präzision eines 700er Aluminiumrotorkopfes zu einem Bruchteil des Preises. Der kompakte 3D Helikopter basiert auf dem Blade 300 X, ist aber eher eine vollständige Verwandlung als ein simples Upgrade.
In dieser neuen Version sind zahlreiche baugleiche Teile – inklusive Tuning – verbaut, jedoch wurde er an entscheidenden Stellen erheblich verbessert. So hat der Blade 300 CFX zum Beispiel die gleiche optimierte Servogeometrie, die auch der Blade 700 X hat und ist dadurch sehr präzise zu fliegen. Ausgeliefert als BNF Basic Version, wird lediglich ein Lipo Akku und eine Fernsteuerung (Spektrum) benötigt, um mit dem Blade 300 CFX abzuheben.

Konstruktion
Im Vergleich zu seinem Vorgänger Blade 300 X wirkt der Blade 300 CFX aufgrund seines blinkenden Aluminiumrotorkopfs und seines komplett neu konstruierten CFK Chassis deutlich hochwertiger. Der Hauptrotor-durchmesser von 550 mm wurde beibehalten, jedoch ist der Blade 300 CFX serienmäßig mit Rotorblättern aus CFK ausgestattet - sein Vorgänger musste mit Holzblättern auskommen. War das Kunststoffchassis beim Blade 300 X noch ein Problem, weil es einfach von der Steifigkeit her nicht stabil genug war und daher im Bereich der Hauptrotorwelle einreisen konnte, strotzt das neue CFK Chassis des Blade 300 CFX in Verbindung mit den zwei Aluminiumlagerböcken, die auch die Taumelscheibenservos aufnehmen, nur so von Steifigkeit.
Während der Brushless Motor beim Blade 300 X noch über Kopf angeordnet war, rückte dieser beim Blade 300 CFX weiter nach unten und ist hängend montiert, wodurch die Akkurutsche etwas näher an die Hauptrotorwelle heranreicht und dadurch auch etwas mehr Platz für größere Lipo Akkus vorhanden sein dürfte. Beim Blade 300 CFX kommt am Brushless Motor, der übrigens identisch mit dem des Blade 300 X ist (4500 Umdrehungen pro Volt in der Minute), ein Ritzel mit 11 Zähnen zum Einsatz (Untersetzung: 140:11), was in einer maximalen Hauptrotordrehzahl von um die 3500 Umdrehungen pro Minute resultiert. Diese ist damit deutlich höher als beim Blade 300 X, der mit einem Ritzel mit 9 Zähnen ausgestattet und aufgrund der Holzblätter auch gar nicht für solch hohe Drehzahlen ausgelegt ist.
Wie bereits oben erwähnt, erhielt der Blade 300 CFX dieselbe optimierte Servogeometrie wie der Blade 700 X. Die drei Taumelscheibenservos sind senkrecht an den beiden sternförmig ausgefrästen Aluminiumlagerplatten befestigt und es ergibt sich eine absolut gerade Gestängeführung für die 120-Grad-Anlenkung. Diese Konstruktion sollte im Vergleich zum Blade 300 X, bei dem die beiden Rollservos noch querliegend befestigt waren, eine höhere Genauigkeit und Steifigkeit in der Anlenkung mit sich bringen.
Beim Heckabtrieb hat man beim Blade 300 CFX die Konstruktion seines Vorgängers übernomen, so treibt eine über dem Hauptzahnrad angebrachtes kleines Kunststoffriemenrad den Heckrotor mit einem nur 2,5 mm breiten Zahnriemen an. Ein Autorotationsfreilauf wurde auch dem Blade 300 CFX nicht spendiert.
Die Heckrotormechanik besteht auch beim Blade 300 CFX komplett aus Kunststoff und ist identisch mit der seines Vorgängers. Die einteiligen Kunststoffheckblatthalter besitzen je ein Radial- und ein Axiallager. Zur Reduzierung der benötigten Stellkräfte zur Anlenkung der Heckblatthalter, sind diese mit Propellermomentgewichten (in Form von Kugelköpfen) ausgestattet.
Beim Hauptrotorkopf des Blade 300 CFX hat sich Blade nicht lumpen lassen und hat komplett auf die Verwendung von Aluminium gesetzt. Die durchgehende Blattlagerwelle ist mittels Dämpfergummis im Rotorkopf-zentralstück gelagert. Die beiden Blatthalter besitzen je ein Axial- und zwei Radiallager. Die Mitnahme der Taumelscheibe erfolgt "klassisch" über zwei kugelgelagerte Metallarme, die direkt am geschlitzten Rotorkopfzentralstück verschraubt sind. Die Hauptrotorwelle hat eine Stärke von 4 mm.
Als Taumelscheibenservos kommen beim Blade 300 CFX wie bei seinem Vorgänger die E-flite DS76 zum Einsatz. Auch beim Heckservo (E-flite DS76T), dem ESC (E-flite Brushless 35 A) und dem Flybarless System (Spektrum AR7200BX) setzt Horizon Hobby auf dasselbe Equipment wie beim Blade 300 X.

Erfahrungsbericht

Der Blade 300 CFX kurz vor dem Erstflug

Hier unsere Erfahrungen nach nun 71 Flügen (Rundflug, Kunstflug und 3D (Tic Tocs, Rainbows & Funnels) / 51 davon mit den Hitec HS-5055MG Taumelscheibenservos). Einstellungen zunächst analog zur Bedienungsanleitung (für Spektrum DX6i), Original Lipo Akku EFLB13503S30. Vor dem Erstflug haben wir übrigens die Hauptrotorwelle vom anhaftenden Fett befreit und diese sowie auch die Heckrotorwelle mit DryFluid Extreme Heli behandelt:

Akkuposition für einen optimalen Schwerpunkt

Möchte man beim Blade 300 CFX einen optimalen Schwerpunkt erreichen, muss der Lipo Akku so weit wie möglich nach vorne rutschen.

Tuning des Blade 300 CFX

Lynx Tuning: Heckrotorblätter und Finnen

Der Blade 300 CFX nach einem heftigen Crash

Neue Taumelscheibenservos: Hitec HS-5055MG

Die HS-5055MG mit Metallgetriebe passen perfekt

Das Ersetzen der Original Taumelscheibenservos Eflite DS76 mit den etwas langsameren Hitec HS-5055MG (MG steht hierbei für Metallgetriebe) stellt an sich kein Problem dar, da beide dieselben Abmessungen haben. In der unten abgebildeten Tabelle sind die wichtigsten Daten der beiden Servotypen aufgelistet. Aufgrund der dem Blade 700X angepassten Servogeometrie ist der Ein-/Ausbau des hinteren Servos beim Blade 300 CFX nicht so einfach möglich. Damit man die Kabel der 3 Taumelscheibenservos unter dem AR7200BX hindurchziehen kann, muss dieses von der Plattform gelöst werden, damit diese mittels 4 Schrauben entfernt werden kann. Dies macht den Blade 300 CFX nicht gerade zum Spitzenreiter, wenn es um einfaches und schnelles Reparieren geht. Die Original Servohebel aus Metall passen nicht auf die Hitec HS-5055MG, was kein Problem darstellt, schließlich sind die auftretenden Kräfte bei einem Heli dieser Größenklasse eh nicht so hoch. Wir haben die mittleren der beigefügten Hitec Servohebel verwendet und auf einer Seite abgeknipst und rund geschliffen. Die Kugelköpfe haben wir ins vorletzte Loch eingeschraubt, wodurch im Vergleich zum Original Servohebel ein minimal kleinerer Hebel resultiert (dem Flugverhaltem hat das nach ersten Testflügen nicht geschadet). Da die Zahnung der Servohebelaufnahme bei dem Hitec HS-5055MG recht grob ist, war es nicht möglich, die Hebel bei Servomitte genau senkrecht zu platzieren, dies erfolgte dann softwareseitig am AR7200BX. Gleichzeitig mit dem Austausch der Taumelscheibenservos haben wir auch gleich noch das mechanische Setup unseres Blade 300 CFX (das allerdings ziemlich gut eingestellt war) optimiert. Der Einbau neuer Taumelscheibenservos erfordert ein erneutes Durchgehen des Setupmenüs im AR7200BX, zudem war teilweise eine Änderung der Servorichtung am Sender notwendig. Die Taumelscheibenservo-Ansteuerfrequenz (Parameter B) liegt bei den Hitec HS-5055MG übrigens bei 200 Hz (Status LED = blau). Als minimale / maximale Pitchwerte wurden zunächst -13° / +13° eingestellt, anschließend aber auf -12° / +12° verringert. Mit diesem Setup fühlen wir uns aktuell am wohlsten. Im übrigen sollte man sich nicht verwirren lassen, dass die Taumelscheibe des Blade 300 CFX bei positivem Pitch nach unten läuft, denn das liegt daran dass die Rotorblätter nachlaufend angelenkt sind.

Vergleich: Eflite DS76 vs. Hitec HS-5055MG

  Eflite DS76  Hitec HS-5055MG 
Länge ca:  23,0 mm   22,8 mm 
Breite  11,5 mm   11,6 mm 
Höhe  24,0 mm   24,0 mm 
Gewicht  7,6 g   9,5 g 
Geschwindigkeit (4,8V / 6,0V)   0,11 s/60 Grad / 0,09 s/60 Grad   0,17 s/60 Grad / 0,14 s/60 Grad  
Drehmoment (4,8V / 6,0V)  17,5 Ncm / 20,0 Ncm  12,0 Ncm / 15,0 Ncm  

Tuning Lipo Akku von mylipo.de

Der Blade 300 CFX mit 1600mAh Lipo von mylipo.de

Als zusätzlichen Lipo Akku haben wir uns für den 1600 mAh 30C / 60C Lipo Akku von mylipo.de entschieden. Dieser passt perfekt unter die Haube und auch der korrekte Schwerpunkt ist mit ihm noch besser einzustellen. Nach ersten Testflügen scheint er auch mehr Power als der 1350 mAh Lipo Akku von Horizon Hobby zu haben. Weitere Erfahrungen in Kürze.

Stärken

Schwächen

Fazit nach über 60 Flügen

Der Blade 300 CFX erfüllt bislang alle unsere Erwartungen, die wir an ihn als Trainingsheli zum Üben neuer 3D Figuren gestellt haben. Seine Größe ist perfekt für Wiesen oder Sportplätze. Gerade wenn solche freie Flächen nur wenige Gehminuten von der Wohnung / dem Haus entfernt sind, ist der Blade 300 CFX der optimale Heli für Zwischendurch. Zudem eignet er sich auch bestens, um ihn immer im Auto mit dabei zu haben;-).

Wo gibt's den Blade 300 CFX BNF Basic?


Video: Blade 300 CFX - Trainingsflug am Abend


Blade 300 CFX & Ersatzteile


Systemeinstellung (Setup list) - Spektrum DX6i

Model Type: HELI
Reverse: THRO N / AILE N / ELEV R / RUDD R / GYRO N / PITC N
Swash Type: 1 Servo 90
Timer: 4:00

Funktionsliste (Adjust list) - Spektrum DX6i

D/R & Expo:
0-AILE 100% / 0%
0-ELEV 100% / 0%
0-RUDD 100% / INH
1-AILE 85% / 0%
1-ELEV 85% / 0%
1-RUDD 85% / INH

Travel Adj:
THRO 100% / AILE 100% / ELEV 100% / RUDD 100% / GYRO 100% /
PITC 100%

Thro Curve:
NORM 0% / 25% / 50% / 75% / 100%
STUNT 100% / 100% / 100% / 100% / 100%
HOLD 10% / 10% / 10% / 10% / 10%

Pitc Curve:
NORM 30% / 40% / 50% / 75% / 100%
STUNT 0% / 25% / 50% / 75% / 100%
HOLD 0% / 25% / 50% / 75% / 100%

Gyro:
Rate SW-F. Mode
NORM 73%
STUNT 73%

Alle Werte sind aus der Bedienungsanleitung übernommen.

Kommentare

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