Revell Fire Strike Pro - Erfahrungsbericht
Spezifikation
- Gesamtgewicht: ca. 18g (inklusive Akku)
- Akku: 3,7V Li-Po
- Sender: 3-Kanal-Infrarot-Fernsteuerung mit integriertem Ladekabel (es werden 6 AA Batterien benötigt)
- Antriebsmotoren: 2x Bürstenmotoren für die Hauptrotoren und 1x Bürstenmotor für den horizontalen Heckrotor
- Hauptrotordurchmesser: ca. 160mm
- Gesamtlänge: ca. 180mm
- Höhe: ca. 95mm
- Flugzeit: max. 5-6 min (abhängig von Flugstil)
- Ladezeit des Li-Po-Akkus: 25-30 min
Erfahrungsbericht
Eines vorweg: Dieser Microhelikopter, den ich (Markus) geschenkt bekommen habe, hat dazu geführt, dass es die Website ehelis.de überhaupt gibt. Er hat nicht nur mich, sondern auch viele Verwandte/Bekannte mit dem Helivirus infiziert.
Nach dem Auspacken fiel sofort auf, dass der Revell Fire Strike Pro hochwertiger wirkt als etwa gleich teure Konkurrenzprodukte (z.B. von Silverlit), obwohl er ebenfalls aus einem Styroporrumpf besteht, der allerdings lackiert und nicht beklebt ist. Dem Heli liegt ein Ersatzheckrotor bei, der bei Bedarf einfach aufgesteckt werden kann. Bevor man starten kann, werden noch 6 AA für die Infrarotfernsteuerung benötigt, die auch als Ladegerät dient (Tipp: Relativ gute und billige Batterien gibt es bei Lidl). Nach dem Aufladen der Akkus konnte also der erste Start erfolgen. Vorsichtig wurde der Gashebel nach vorne gedrückt, sodass der Heli ein paar Zentimeter vom Boden abhob. Aufgrund des Bodeneffekts wurde er instabil und rauschte unter den Tisch... Beim nächsten Versuch wurde gleich richtig Gas gegeben und versucht, den Heli in einer Höhe von ca. 1,50m zu halten. Am Anfang war dies gar nicht so einfach, da man erst ein Gefühl für die Fernsteuerung entwickeln muss (der Heli reagiert etwas zeitversetzt). So geschah es, dass der Heli zunächst an der Decke klebte, dann nach unten rauschte, um dann gleich wieder wie eine Rakete nach oben zu schiessen. Aber schon ab dem 3. Start konnte der Heli ruhig auf gleicher Höhe gehalten werden. Da er sich um die eigene Achse drehte (gierte), musste er noch getrimmt werden. Hierfür gibt es am Sender ein kleines Rädchen. Dieses Trimmen muss nach jedem Start durchgeführt werden. Das Trimmen funktioniert auch ganz gut, allerdings steht der Heli im Prinzip nie ganz still, es muss also immer gegengelenkt werden. Nach Verändern der Motordrehzahl (also mehr oder weniger Gas) fängt der Heli teilweise wieder an, sich zu drehen. Aber das ist kein Problem und für diese Preisklasse ganz normal. Bei Nachlassen der Akkuspannung muss ebenfalls nachgetrimmt werden. Schon nach wenigen Flügen flog der Fire Strike Pro auch dorthin wohin er auch sollte, außerdem gelangen auch immer öfter Punktlandungen. Desweiteren konnten auch schon bald immer riskantere Manöver zwischen Möbel, Lampen, durch Türen,... geflogen werden. Dies war natürlich auch mit einigen Abstürzen verbunden, die der Heli jedoch gut überstand. Eines Tages stürzte er jedoch auf sein Heck, welches dann unterhalb des Kunststoffes abbrach (siehe Bild). Dies kann jedoch einfach mit Styroporkleber (oder zur Not auch mit Tesafilm) repariert werden. Mit der Zeit leiert auch der Styroporrumpf an der Rotorwelle etwas aus, so dass diese etwas mehr Spiel hat. Allerdings hat dies zunächst keinen spürbaren Einfluss auf das Flugverhalten. Erst nach vielem Abstürzen (verursacht durch übermütige Kinder;-)) leiert die EPP-Zelle so stark aus, dass die Rotorwelle mit Tesafilm fixiert werden muss (siehe auch Nachtrag). Aufgrund seines geringen Gewichts ist der Fire Strike Pro natürlich anfällig gegnüber Luftströmungen, die durch offene Fenster, Heizungen oder sogar durch sich bewegende Menschen verursacht werden können. Durch Blasen kann der Fire Strike Pro z.B. locker zum Absturz gebracht werden.
Fazit: Abschliessend kann auf jeden Fall gesagt werden, dass der Revell Fire Strike Pro ein geniales "Spaßteil" ist, das überall für Aufsehen sorgt, und dabei kostet er gerade mal ca. 30€. Allerdings muss in Kauf genommen werden, dass es sich schon um ein etwas älteres Modell handelt, welches noch nicht mit einem Gyro ausgestattet ist, weshalb der Fire Strike Pro auf der Hochachse andauernd nachgetrimmt werden muss.
Stärken
- Sehr robust, insbesondere die Rotorblätter
- Gute Verarbeitung
Schwächen
- Muss laufend nachgetrimmt werden (gieren), was für diese Preisklasse jedoch völlig in Ordnung ist
- Unterhalb des Heckrotors kann das Heck abbrechen, dies kann jedoch mit Styroporkleber einfach repariert werden
- Rückwärtsflug ist nur sehr eingeschränkt möglich
Wo gibt's den Revell Fire Strike Pro?
- Den Revell Fire Strike Pro gibt's z.B. bei amazon für 29,95€ (Stand: 8. November 2011).
Abgebrochenes Heck unterhalb des Heckrotors.
Dieses Problem trat nach einigen Abstürzen bei allen getesteten Fire Strike Pros (3 Stück) auf.
Nachtrag
Das Innenleben des des Revell Fire Strike Pros zeigt, warum die Rumpfzelle mit der Zeit ausleiert. Es gibt im Inneren kein Chassis, alle Komponenten werden nur durch die EPP-Zelle zusammengehalten.
Kommentare
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