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Video "YD-112 Blue Blood"

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fun2get YD-112 Blue Blood - Erfahrungsbericht

Zum Vergrößern, bitte die einzelnen Bilder anklicken!

Technische Daten (laut Hersteller)

Erfahrungsbericht

Der fun2get YD-112 Blue Blood, welcher vom Helimodell her dem IX VIII O VIII entspricht, sich aber über "Motion Control" wie der i-Helicopter steuern lässt ist, ist in einer hochwertig anmutenden Box mit leicht mattierter Oberfläche und schickem Design verpackt, welche neben dem Heli und dem Infrarotsender ein USB-Ladekabel, einen Mini-Schraubendreher und einen Ersatzheckrotor enthält. Anders als bei anderen Modellen sind der Heli, Fernsteuerung und der Rest nicht irgendwie in der Box befestigt, sondern in sauber ausgeschnittenem Schaumgummi, wie man es eigentlich sonst nur von Alukoffern kennt. So ist also alles immer sauber aufgeräumt. Ersatzrotorblätter für den Hauptrotor liegen nicht bei. Die für den Sender benötigten 3 1,5V AAA-Batterien sind, wie üblich, im Set nicht enthalten. Schon beim Auspacken fiel die für die sehr gute Verarbeitungs-qualität des Helikopters, aber auch des "Infrarot-Motion-Controllers" auf. Das Design des Controllers ist im Übrigen sehr gut gelungen, da er sehr gut in der Hand liegt und auch die Oberfläche des verwendeten Kunststoffs haptisch sehr angenehm ist. Neben einem Hebel zur Steuerung der Rotordrehzahl (hoch/runter) verfügt der Controller über einen Trimmknopf für die Funktion "Gier" (links/rechts) sowie über einen Ein-/Aus-Schalter auf der rechten Seite (siehe Bild)...und natürlich über Beschleunigungssensoren im Innern. Zum Binden des Helis mit dem Sender muss der Gashebel 1-mal von der Nullposition auf Vollgas und zurück bewegt werden.
Da es sich bei dem YD-112 Blue Blood bereits wie oben geschrieben vom Modell her um einen blau lackierten IX VIII O VIII handelt, möchten wir uns in diesem Bericht vor allem der Motion-Control-Steuerung widmen. Weitere Infos zum Heli findet Ihr unter fun2get IX VIII O VIII. Das Laden erfolgt ausschließlich über das beigefügte USB-Kabel, welches seitlich am Heli eingesteckt werden kann. Die Buchse für das Ladekabel, aber auch der Ein/Aus-Schalter auf der gegenüberliegenden Seite sind sehr robust ausgelegt, sodass das Anstecken bzw. Einschalten nicht zum "Gefummel" wird. Durch das Laden per USB-Kabel werden die Batterien des Motion-Controllers geschont, was sich positiv auf die Nutzungsdauer auswirkt. Die Ladedauer ist mit ca. 40 min relativ hoch für einen Heli dieser Klasse, was v.a. am relativ hohen Gewicht liegt (42 g), weshalb ein größerer Akku benötigt wird als bei leichteren Helis vergleichbarer Größe. Durch das höhere Gewicht ist der Blue Blood aber weniger anfällig gegenüber leichtem Wind bzw. Luftströmungen innerhalb von geschlossenen Räumen. Als positiv ist uns das angenehme, leise Geräusch der Motoren aufgefallen.
Nun aber zum Wichtigsten, dem Flugverhalten. Nach nun 10 Flügen kann folgendes gesagt werden: Trotz der ungewohnten Steuerung via "Motion Control" lässt sich der Blue Blood sehr präzise steuern. Die Flugeigen-schaften des Helis an sich sind, wie beim IX VIII O VIII sehr gut. Da sich das Gas mit dem "Daumenhebel" steuern lässt und man dadurch ein haptisches Feedback bekommt, fällt einem das Höhe halten im Vergleich zur "Touch Screen-Steuerung" des Smartphones beim i-Helicopter viel leichter. Auch liegt der Motion Controller besser in der Hand (in einer Hand) als bei iPhone & Co. Unserer Meinung nach ein großer Vorteil in Bezug auf die Steuer-präzision! Während das Fliegen mit dem i-Helicopter doch ein wenig "eckig" wirkt, kann man mit dem YD-112 Blue Blood auch sehr schöne, "runde" Kurven fliegen. Der Heli flog übrigens aus der Schachtel heraus von Anfang an perfekt, es musste nicht einmal das Heck getrimmt werden. Ein Nachtrimmen des Hecks während des Fliegens ist auch nicht notwendig. Bei älteren Modellen gehörte dies jedoch zur Tagesordnung. Der Schwerpunkt ist (zumindest beim getesteten Modell) so gewählt, dass der Heli ohne Nick-Steuerbefehl ganz langsam nach vorne fliegt. Das ist gerade am Anfang sehr angenehm, da man sich so auf das Gieren konzentrieren kann und so ganz langsam durch das Wohnzimmer cruisen kann. Mit dem YD-112 kann man mit einiger Übung aber auch richtig das Wohnzimmer rocken, weil er so agil und schnell ist. Trotz der ungewohnten "Motion-Control-Steuerung" lassen sich z.B. auch funnelähnliche Figuren fliegen und auch das Rückwärtsfliegen macht einen Riesenspaß. Selbst für fortgeschrittene Piloten mit 6-Kanal-Erfahrung macht es Spaß, den Kleinen durch die Wohnung zu jagen! Der Grund hierfür ist neben der neuartigen Steuerung die Wendigkeit/Agilität. Außerdem hat man nicht das Gefühl, der Heli sei an einem durchsichtigen Faden an der Decke aufgehängt (Pendeln/kreiseln verursacht durch die Stabilisierungsstange bzw. deren hohen Gewichte, wie z.B. dem E-flite Blade mSR). Anfänger sollten aber jedoch darauf achten, besonders am Anfang nur sehr kleine Steuereingaben zu machen, da der YD-112 sonst für den ungeübten Piloten zu schnell wird. Um zu zeigen, dass sich der YD-112 auch ohne große Übung (Steuerung via "Motion Control") sehr gut steuern lässt, haben wir unseren 2. Flug gefilmt (siehe Video). Die maximale Flugzeit von 7 bis 9 min liegt im üblichen Bereich für einen Heli dieser Klasse.
Als zusätzliches Schmankerl verfügt der IX VIII O VIII über 2 sehr helle, in die Haube integrierte weiße LEDs und eine rot-blau-grün blinkende LED unterhalb des Heckrotors. Dadurch sind auch "Nachtflüge" innerhalb der eigenen 4 Wände möglich.
Natürlich bleiben beim "Rocken" des Wohnzimmers Crashs nicht aus... Sowohl Landegestell, Chassis, Zahnräder als auch Rotoren verkraften dies aber sehr gut. Allerdings können sich bei einem Crash unter ungünstigen Bedingungen die Rotorblätter des oberen und unteren Rotors berühren und sich somit gegenseitig beschädigen (dies ist jedoch aber konstruktionsbedingt bei vielen Koaxhelis der Fall). Das Flugverhalten verändert sich nach einem Crash auch nicht. Bei Helis mit Stabilisierungsstangen aus Federdraht, können sich diese bei einem Crash verbiegen und somit zu einer Unwucht führen. Dies hat dann zur Folge, dass der Heli nicht mehr auf der Stelle schwebt, sondern kreiselt, man nennt dies auch "Toilet-bowl effect". Die Stabilisierungsstange des YD-112 ist jedoch aus einem elastischen Kunststoff, der sich nicht so schnell verbiegt. Sollte doch einmal etwas kaputt gehen, können defekte Teile dank eines verfügbaren Ersatzteil-Kits ausgetauscht werden.
Fazit: Der YD-112 Blue Blood mit seiner innovativen "Motion Control-Steuerung" hat im Vergleich zum i-Helicopter etwas die Nase vorn. Natürlich ist es einfach nur genial, wenn man seinen Heli mit dem Smartphone steuern kann, allerdings liegt der Blue Blood beim Steuerverhalten vorn! Die Verarbeitung und auch die Robustheit sind sehr gut. Das Flugverhalten ist als sehr neutral aber direkt zu beschreiben. Das Steuern via "Motion Control" macht sehr viel Spaß und ist schnell erlernt. Auch Einsteiger sollten damit kein Problem haben. Die relativ lange Ladedauer ist aufgrund der perfekten Flugeigenschaften unseres Erachtens leicht zu verschmerzen. Der Blue Blood ist DER Heli für die Wii-Generation;-).

Stärken

Schwächen

Wo gibt's den fun2get YD-112 Blue Blood

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